Die Lukas-Donald-Gespräche (1)

November 22, 2016

 

WASHINGTON _ Nach seinen Angriffen auf die Augsburger Puppenkiste wegen der Beschäftigung eines Negers hat der neue US-Präsident Donald Trump jetzt den weißen Teil des Ensembles, Lukas, den Lokomotivführer, zu einem Gespräch im Trump-Tower empfangen. Jim Knopf erhielt keine Einreiseerlaubnis und wurde direkt nach Mexiko verschifft.


Uns ist es gelungen, einen Mitschnitt des ersten Gesprächs zu erhalten, das die beiden führten. Der Einfachheit halber geben es wir es hier in deutscher Übersetzung wider:

 

Donald: Hi Lukas, good to see you. Setz`dich. Erzähl mir, woher kommst du?

 

Lukas: Lummerland.

 

Donald: Ahh, nie gehört. Aber ich sag`dir gleich, dein Lummerland kannst du dir in die Tasche stecken. Wir werden alle Freihandelsabkommen mit Lummerland aufkündigen, denn mein Motto ist: USA vor Lummerland. Glaubt bloß nicht, ihr eingebildeten Schnösel....

 

Lukas: .... sorry, Herr Präsident, wir sind nur eine kleine Insel. Ich fahre die Lokomotive und wir haben einen König, aber jeder darf sagen, was er denkt. Wir brauchen keinen Freihandel, wir haben ja nur zwei Bahnhöfe.

 

Donald: Was ist mit diesem Neger, den ihr da beschäftigt? Ihr wart im Wahlkampf alle gegen mich, alles Lügner, gehören alle weggesperrt, alles Feinde. I make America great again. Warum bist du überhaupt hier?

 

Lukas: Sie haben mich eingeladen.

 

Donald: Interessiert mich nicht. Raus mit dir. Wo ist deine Lokomotive eigentlich gebaut worden? Warum fährst du immer noch mit so einer Schrottkarre rum? Das kommt wir ja vor, als wenn ich zwischen Detroit und Texas den Zug nehmen muss. Aber damit ist jetzt Schluss! Yeaahhh, wir werden die größten Eisenbahnen der Welt bauen, wir werden wieder Dampfeisenbahnen bauen, yes, wenn du willst, kauf`ich dir deinen Schrott ab und schmelze ihn ein.... Bist du überhaupt an der Börse?

 

Lukas: Herr Präsident, ich bin sehr stolz auf meine Lok, sie hat mir viele Jahre gute Dienste geleistet. Wir sind überhaupt sehr stolze Leute in Lummerland. Wir können auch gar nicht so schreien wie Sie. Und Jim Knopf, ohne den ginge gar nichts.

 

Donald: Der Neger?

 

 

Lukas: Ist mir doch egal, wie er aussieht und woher er kommt, er kann was und ich brauche Leute, die was können, sonst können wir die Bahnhöfe nicht bedienen. Jeder mag Jim Knopf bei uns und die Leute,

die uns besuchen, auch. Kommen Sie doch mal auf unsere Insel, dann sehen Sie, dass dieses ganze Geschreie gar nichts bringt. Es ist doch wichtig, dass wir alle gut zusammenarbeiten. In Lummerland hat jeder eine andere Hautfarbe, jeder kommt woanders her. Darauf sind wir stolz.

 

Donald: Papperlapapp, alles Lügenpresse. Guck mich an, ich bin weiß, darauf kommt es an.

 

Lukas: Lummerland ist aber anders. Lummerland hat nie einen Krieg geführt. Lummerland lebt friedlich mit allen, die bei uns wohnen. Ob ich mit meiner Eisenbahn mal ein bißchen durch ihr Land fahren dürfte?

 

Donald (erregt): Niemals!!! Erst Hillary, jetzt du! Einsperren sollte man dich, du Lümmel. Niemand fährt ohne meine Begleitung mehr alleine durch dieses Land. Ihr habt genug Unheil angerichtet! Lügenpresse! Sei froh, wenn du noch heil zuhause ankommst.

 

Lukas: Darf ich das nächste mal den Neger mitbringen?

 

(Damit endete das Gespräch. Ob es Lukas doch noch gelingt, Donald zu überreden, dass er mit seiner Lokomotive durchs Land fahren darf, in der nächsten Folge von "Die Lukas-Donald-Gespräche".)

 

 

 

 

 

 

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